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Ladekarten-Vergleich 2026: EnBW, Shell, Maingau, ADAC, Ionity, EWE Go & Plugsurfing

Preisstand: 08.09.2026. Alle Preise sind Momentaufnahmen und ändern sich regelmäßig - manche Anbieter fahren zusätzlich befristete Aktionen. Vor jeder Fahrt lohnt ein Blick in die jeweilige App, weil sich Tarife schneller ändern als dieser Artikel.

Elunio zeigt dir, wo eine Ladestation steht, welchen Steckertyp sie hat und welchen ungefähren Preis die Community zuletzt gemeldet hat - bezahlt wird an der Säule aber über eine Ladekarte, eine Betreiber-App oder eine Roaming-Karte. Welche Karte sich lohnt, hängt stark vom eigenen Fahrprofil ab: Wer selten lädt, fährt oft mit einem Tarif ohne Grundgebühr besser, wer regelmäßig unterwegs ist, kann mit einer monatlichen Grundgebühr deutlich sparen. Dieser Artikel vergleicht sieben real existierende Tarife, die in Deutschland verbreitet genutzt werden.

Die Tarife im Überblick

AnbieterGrundgebührPreis pro kWhBesonderheit
EnBW mobility+ (Tarif S)keine56 ct (Aktion bis 30.09.: 51 ct)Größtes Direktnetz in Deutschland
EnBW mobility+ (Tarif M)5,99 €/Monat46 ct (Aktion: 41 ct)Lohnt sich ab regelmäßiger Nutzung
Shell Recharge BasickeineAC ab 49 ct, DC/HPC ab 59 ctWeltweit eines der größten Roaming-Netze
Shell Recharge e-Deal5,99 €/Monat44 ct (bis 400 kWh/Monat)Deckel bei 400 kWh/Monat
Maingau Autostrom (Kunde)keine52-82 ct je nach StationstypGünstig bei Vielfahrern, gestaffelt
ADAC e-Charge (Mitglied)keine55 ct an Aral pulse, 75 ct im RoamingAuch für Nicht-ADAC-Mitglieder erhältlich
Ionity Passport Power11,99 €/Monatca. 39-41 ctNur an Ionity-HPC-Stationen
Ionity Ad-hoc/Directkeineca. 79-80 ctOhne Abo deutlich teurer
EWE Gokeine52 ct eigene Stationen, 62 ct PartnerEin einziger Preis, kein AC/DC-Unterschied
Plugsurfingkeine (Karte 9,95 € einmalig)54-96 ct je nach BetreiberVier Preisstufen je nach Ladepunkt-Betreiber

EnBW mobility+ im Detail

EnBW betreibt das größte eigene Direktladenetz Deutschlands und bietet drei Tarifstufen an. Tarif S ist grundgebührfrei und eignet sich für Wenigfahrer, kostet aber mit regulär 56 ct/kWh am meisten pro Ladung. Tarif M verlangt 5,99 € im Monat, senkt den Preis dafür auf 46 ct/kWh - ab etwa zwei bis drei Ladungen im Monat rechnet sich der Wechsel bereits. Tarif L hat eine höhere Grundgebühr, bringt den Preis aber auf 35 ct/kWh herunter und lohnt sich für echte Vielfahrer. Bis zum 30. September 2026 läuft zusätzlich eine Sommeraktion mit 5 ct/kWh Rabatt auf alle drei Tarife, danach gelten wieder die regulären Preise. EnBW-Energiekunden erhalten zusätzlich einen dauerhaften Rabatt von 10 % auf die Grundtarife.

Shell Recharge im Detail

Shell Recharge punktet vor allem mit internationaler Reichweite, weil Shell über mehrere Zukäufe Zugriff auf viele verschiedene Roaming-Netzwerke gleichzeitig hat. Der Basic-Tarif ist grundgebührfrei, kostet an AC-Ladepunkten ab 49 ct/kWh und an DC/HPC-Stationen ab 59 ct/kWh - die genauen Preise schwanken je nach Standort und Betreiber im Hintergrundnetz. Der e-Deal-Tarif kostet 5,99 € im Monat und senkt den Preis auf einheitlich 44 ct/kWh, allerdings gedeckelt auf maximal 400 kWh pro Monat. Wer regelmäßig mehr als etwa 15 kWh alle zwei Wochen lädt, kommt mit e-Deal in der Regel günstiger weg als mit Basic.

Maingau Autostrom im Detail

Maingau Autostrom ist bei Vielfahrern beliebt, weil keine monatliche Grundgebühr anfällt und die Preise gestaffelt nach Stationstyp berechnet werden. Für Maingau-Kunden gilt ein Vorteilstarif: 52 ct/kWh an Niedrigpreis-Stationen wie Ionity, Edeka oder Autostrom Plus, 62 ct/kWh an weiteren DC-Standardstationen und 82 ct/kWh an Hochpreis-Standorten wie Aral, EnBW oder E.ON Drive. Nicht-Kunden zahlen an denselben Stationstypen 62, 72 beziehungsweise 82 ct/kWh. Zusätzlich fällt an AC-Ladepunkten nach 180 Minuten und an DC-Ladepunkten nach 60 Minuten eine Blockiergebühr von 10 ct pro Minute an, wer also lange steht, sollte das im Blick behalten.

ADAC e-Charge im Detail

Die ADAC e-Charge-Karte läuft über Aral pulse und ist auch ohne ADAC-Mitgliedschaft erhältlich, wobei Mitglieder von den günstigeren Preisen profitieren. An Aral-pulse-eigenen Ladepunkten kostet der Kilowattstunden-Preis für Mitglieder 55 ct, im weiteren Roaming-Netz steigt er auf 75 ct. Es fällt keine monatliche Grundgebühr an, und an Aral-pulse-Stationen wird auch keine Blockiergebühr berechnet - ein klarer Vorteil gegenüber Anbietern, die überall eine Standzeit-Gebühr verlangen. Für alle, die überwiegend an Aral-pulse-Stationen laden und ohnehin ADAC-Mitglied sind, ist das ein sehr planbarer Tarif ohne versteckte Kosten.

Ionity im Detail

Ionity betreibt ausschließlich Hochleistungs-Schnelllader (HPC) entlang von Autobahnen und ist damit vor allem für Langstrecken relevant. Ohne Abo, also im Ad-hoc- beziehungsweise Direct-Tarif, kostet das spontane Laden an einer Ionity-Säule in Deutschland und der DACH-Region inzwischen rund 79 bis 80 ct/kWh - ein Preis, der ohne Abo-Bindung deutlich über allen anderen hier verglichenen Tarifen liegt. Wer regelmäßig HPC-Strecken fährt, kommt mit dem Passport-Power-Abo für 11,99 € im Monat auf etwa 39 bis 41 ct/kWh und amortisiert die Grundgebühr bereits ab rund 45 kWh monatlichem Verbrauch. Für Vielfahrer, die überwiegend an Ionity laden, gibt es zusätzlich ein Jahresabo namens Power 365 für 119,99 € im Jahr mit einem Kilowattstundenpreis von etwa 42 ct - wer selten an Ionity lädt, sollte dagegen unbedingt beim Ad-hoc-Tarif bleiben oder eine Roaming-Karte mit günstigerem Ionity-Zugang nutzen.

EWE Go im Detail

EWE Go verzichtet komplett auf eine monatliche Grundgebühr und rechnet stattdessen mit einem einzigen, einfachen Kilowattstundenpreis ab, ohne Unterschied zwischen AC- und DC-Laden: 52 ct/kWh an eigenen EWE-Go-Stationen und 62 ct/kWh an Partnerstationen im Roaming-Netz. Diese Einfachheit macht den Tarif besonders gut planbar - man muss sich vor der Ladung keine Gedanken über unterschiedliche Preisstufen machen. An Partnerstationen fällt nach vier Stunden Standzeit eine Blockiergebühr von 10 ct pro Minute an, was für die meisten normalen Ladevorgänge aber ohnehin nicht relevant wird. Die Ladekarte selbst ist kostenlos erhältlich.

Plugsurfing im Detail

Plugsurfing ist eine reine Roaming-Karte ohne eigenes Ladenetz und deckt dafür ein sehr breites Netzwerk verschiedener Betreiber ab. Seit Juli 2025 gilt eine vierstufige Preisstruktur, die sich nach dem jeweiligen Ladepunkt-Betreiber richtet: An Ionity-Stationen werden 70 ct/kWh berechnet, an Stationen von Hamburgische Energiewerke, Eviny, Lidl oder Kaufland 54 ct/kWh (AC) beziehungsweise 68 ct/kWh (DC), an Stationen von Aral Pulse, EnBW, EWE Go oder Vaylens deutlich höhere 79 ct/kWh (AC) beziehungsweise 96 ct/kWh (DC), und an allen übrigen Betreibern 59 ct/kWh (AC) beziehungsweise 79 ct/kWh (DC). Eine monatliche Grundgebühr entfällt, dafür kostet die RFID-Karte einmalig 9,95 €. Wegen der teils deutlich höheren Preise an bestimmten Betreibern lohnt sich Plugsurfing vor allem als Rückfalloption für Stationen, an denen man sonst gar keine Zahlungsmöglichkeit hätte - nicht als Standardkarte für den Alltag.

Warum AC- und DC-Preise oft unterschiedlich ausfallen

Bei mehreren der hier verglichenen Tarife wird zwischen AC-Laden (Wechselstrom, meist an langsameren Ladepunkten mit bis zu 22 kW) und DC-Laden (Gleichstrom, an Schnellladern und HPC-Säulen mit deutlich höherer Leistung) unterschieden - und DC ist fast immer teurer pro Kilowattstunde. Das liegt daran, dass Schnelllader in Anschaffung und Betrieb deutlich teurer sind als einfache AC-Wallboxen und die Betreiber diese höheren Fixkosten über den Kilowattstundenpreis wieder einspielen müssen. EWE Go bildet hier eine Ausnahme mit einem einheitlichen Preis unabhängig vom Ladetyp, was die Kalkulation vereinfacht, aber bei reiner AC-Nutzung tendenziell etwas teurer ausfällt als bei Anbietern mit AC/DC-Differenzierung. Wer überwiegend langsam über Nacht oder während der Arbeit lädt, profitiert also stärker von einem Tarif mit separatem, günstigerem AC-Preis, während Vielnutzer von Schnellladern eher auf den DC-Preis und mögliche HPC-Zuschläge achten sollten.

Blockiergebühren richtig einschätzen

Neben dem reinen Kilowattstundenpreis lohnt sich ein Blick auf die sogenannte Blockiergebühr, die manche Betreiber berechnen, wenn ein Auto nach Ladeende weiter an der Säule steht und damit den Platz für andere blockiert. Maingau berechnet 10 ct pro Minute nach 180 Minuten an AC- und bereits nach 60 Minuten an DC-Ladepunkten, EWE Go verlangt denselben Satz erst nach vier Stunden an Partnerstationen, und ADAC e-Charge verzichtet an eigenen Aral-pulse-Standorten komplett darauf. Für die meisten normalen Ladevorgänge, bei denen man ohnehin nach dem Laden weiterfährt, spielt das kaum eine Rolle - relevant wird es vor allem, wenn man das Auto während einer längeren Pause, eines Einkaufs oder über Nacht an der Säule stehen lässt und die Ladung längst abgeschlossen ist. Ein Blick in die jeweilige App vor der Abfahrt vom Ladepunkt spart hier unnötige Zusatzkosten.

Empfehlung nach Fahrprofil

Für Wenigfahrer, die höchstens ein- bis zweimal im Monat öffentlich laden, lohnt sich in der Regel ein Tarif ohne Grundgebühr wie EnBW Tarif S, Shell Recharge Basic, ADAC e-Charge oder EWE Go - die monatliche Fixkosten-Ersparnis überwiegt den etwas höheren Kilowattstundenpreis deutlich. Vielfahrer, die mehrmals pro Woche öffentlich laden, fahren dagegen meist besser mit einem Tarif mit Grundgebühr wie EnBW Tarif M oder L, Shell e-Deal oder dem Maingau-Kundentarif, weil sich die monatliche Fixkosten über den niedrigeren Kilowattstundenpreis schnell amortisieren. Wer regelmäßig Langstrecken über Autobahnen mit Ionity-HPC-Ladern fährt, sollte über das Passport-Power- oder Power-365-Abo nachdenken, da der Ad-hoc-Preis ohne Abo mit rund 80 ct/kWh spürbar teurer ist. Für Vielfahrer im Ausland oder alle, die häufig an unbekannten, wechselnden Betreibern laden, bleibt eine Roaming-Karte wie Plugsurfing oder der Chargemap Pass sinnvoll als Rückfalloption - besser aber ergänzend zu einer günstigeren Direkt-App und nicht als einzige Zahlungsmethode, da der Roaming-Aufschlag bei fast allen Betreibern spürbar ausfällt.

Wie Elunio dir bei der Entscheidung hilft

Elunio zeigt an vielen verzeichneten Ladestationen einen ungefähren Referenzpreis und, wo verfügbar, einen von der Community tatsächlich gemeldeten gezahlten Preis. Diese Einschätzung ersetzt keine exakte Endabrechnung - dafür sind zu viele individuelle Tarif- und Vertragsdetails im Spiel, wie dieser Vergleich zeigt - hilft aber dabei, schon vor der Fahrt grob abzuschätzen, welche Karte oder App an der jeweiligen Station voraussichtlich am günstigsten ist. Wer sein Fahrzeug in Elunio hinterlegt, sieht zusätzlich die geschätzte Ladezeit passend zur eigenen Batteriegröße und Ladeleistung des Autos, was die Tarifwahl noch konkreter macht: Bei einer kurzen Ladung von 15 Minuten spielt eine Grundgebühr eine andere Rolle als bei einer langen Vollladung unterwegs.

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