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THG-Prämie: Wie E-Auto-Fahrer in Deutschland jährlich Geld bekommen

Wer in Deutschland ein reines E-Auto zugelassen hat, kann jedes Jahr eine THG-Prämie (Treibhausgasminderungs-Quote) beantragen - eine Auszahlung dafür, dass das Fahrzeug keine Verbrennungsemissionen verursacht. Der Staat verpflichtet Mineralölkonzerne, eine bestimmte CO2-Minderung nachzuweisen; wer das selbst nicht schafft, kauft die fehlende Quote von E-Auto-Haltern auf. Genau das vermittelt ein THG-Quotenhändler wie Quotlix.

Der Ablauf ist unkompliziert: Fahrzeugschein hochladen, ein paar Angaben machen, fertig - keine Fahrleistungsnachweise, keine jährliche Abrechnung nötig, da die Prämie pauschal pro Fahrzeug und Jahr ausgezahlt wird. Die Höhe schwankt je nach Marktlage der CO2-Zertifikate; aktuell liegt sie meist im Bereich von rund 200 bis 350 Euro pro Jahr.

Der Antrag muss jedes Jahr neu gestellt werden (die Prämie gilt jeweils für das vorangegangene Kalenderjahr), Fristen dafür setzt das Umweltbundesamt. Ein einmal begonnener Antrag lässt sich meist in wenigen Minuten online erledigen.

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Wer hat Anspruch auf die THG-Prämie?

Anspruch auf die THG-Prämie haben ausschließlich Halter von reinen Elektrofahrzeugen (BEV) sowie von E-Motorrädern, E-Bussen und rein elektrischen Nutzfahrzeugen, die in Deutschland zugelassen sind. Plug-in-Hybride sind ausdrücklich ausgeschlossen, da sie weiterhin einen Verbrennungsmotor besitzen und somit nicht als vollständig emissionsfrei gelten. Auch Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen können die Prämie in der Regel nicht beantragen, selbst wenn sie überwiegend in Deutschland genutzt werden, da die Zulassung im deutschen Fahrzeugregister die entscheidende Voraussetzung darstellt. Es spielt keine Rolle, ob das Fahrzeug privat, gewerblich oder als Firmenwagen genutzt wird - entscheidend ist allein die Fahrzeugklasse und die Emissionsfreiheit laut Fahrzeugschein.

Typische Fehler, die man beim Antrag vermeiden sollte

Auch wenn der Antrag insgesamt einfach gehalten ist, schleichen sich in der Praxis immer wieder dieselben Fehler ein, die zu Verzögerungen oder sogar zur Ablehnung führen können. Am häufigsten werden unscharfe oder unvollständige Fotos der Zulassungsbescheinigung hochgeladen, bei denen das entscheidende Schlüsselnummernfeld nicht lesbar ist. Ebenfalls problematisch ist es, wenn Bankdaten und persönliche Angaben nicht exakt mit dem im Fahrzeugschein eingetragenen Halternamen übereinstimmen, da Auszahlungsdienstleister aus Compliance-Gründen genau darauf achten. Wer den Antrag bei mehreren Anbietern gleichzeitig einreicht, riskiert außerdem, dass die Meldung an das Umweltbundesamt doppelt erfolgt, was in der Regel zur automatischen Ablehnung eines der beiden Anträge führt. Es lohnt sich daher, vor dem Absenden alle Angaben noch einmal sorgfältig zu prüfen.

Wie funktioniert das CO2-Quotensystem im Hintergrund eigentlich?

Hinter der THG-Prämie steht ein gesetzlich verankertes Handelssystem, das Unternehmen, die fossile Kraftstoffe wie Benzin und Diesel in Verkehr bringen, dazu verpflichtet, die damit verbundenen Treibhausgasemissionen schrittweise zu reduzieren. Da eine sofortige vollständige Umstellung technisch und wirtschaftlich kaum machbar ist, dürfen diese Unternehmen einen Teil ihrer Minderungspflicht durch den Kauf von Zertifikaten erfüllen, die aus der Vermeidung von CO2 im Straßenverkehr stammen - etwa durch den Betrieb eines Elektrofahrzeugs anstelle eines Verbrenners. Halter von E-Fahrzeugen können ihre individuelle Einsparung bündeln lassen und über spezialisierte Vermittler an diese quotenpflichtigen Unternehmen verkaufen, wodurch die THG-Prämie im Grunde eine direkte Weitergabe eines Teils dieses Marktwerts an die Fahrzeughalter darstellt.

Direktanbieter oder Vergleichsplattform: Was ist sinnvoller?

Bei der Suche nach dem passenden Anbieter stehen sich grundsätzlich zwei Modelle gegenüber: die direkte Anmeldung bei einem einzelnen THG-Quotenhändler oder die Nutzung einer Vergleichsplattform, die mehrere Angebote gleichzeitig darstellt. Direktanbieter punkten häufig mit etwas höheren Auszahlungen, da keine zusätzliche Vermittlungsgebühr an eine dritte Plattform anfällt, dafür muss man selbst regelmäßig die Konditionen verschiedener Anbieter vergleichen. Vergleichsplattformen bieten dagegen den Komfort, aktuelle Angebote auf einen Blick zu sehen, verlangen im Gegenzug aber teilweise eine kleine Provision oder zeigen bevorzugt Partner mit Kooperationsvereinbarung an. Wer regelmäßig den Anbieter wechseln möchte, um stets die beste Auszahlung zu erzielen, fährt mit einer Vergleichsplattform meist komfortabler, während treue Kunden bei einem zuverlässigen Direktanbieter langfristig ebenfalls gut aufgehoben sind.

Wie könnte sich die THG-Prämie in Zukunft entwickeln?

Da die THG-Quote an gesetzliche Vorgaben der Bundesregierung und der Europäischen Union gekoppelt ist, unterliegt sie regelmäßigen politischen Anpassungen, die sich unmittelbar auf die Höhe der Prämie auswirken können. Mit dem weiteren Wachstum der Elektrofahrzeugflotte in Deutschland dürfte das Angebot an handelbaren Zertifikaten tendenziell steigen, was ohne eine gleichzeitige Verschärfung der Quotenverpflichtung zu sinkenden Marktpreisen führen könnte. Gleichzeitig diskutieren politische Entscheidungsträger regelmäßig über strengere CO2-Reduktionsziele für die Mineralölwirtschaft, was die Nachfrage nach Zertifikaten wieder anheben würde. Für Fahrzeughalter bedeutet dies, dass es sich langfristig lohnt, die aktuelle Entwicklung der Prämienhöhe im Blick zu behalten und bei deutlichen Marktveränderungen gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln, um weiterhin einen fairen Anteil am Zertifikatswert zu erhalten.

So läuft der Antrag Schritt für Schritt ab

Der eigentliche Antragsprozess ist bewusst einfach gehalten, damit möglichst viele Halter die Prämie tatsächlich in Anspruch nehmen. Zunächst wird auf der Website des jeweiligen THG-Quotenhändlers ein Konto angelegt, anschließend lädt man ein Foto oder einen Scan der Fahrzeugscheinseite 1 hoch, auf der Fahrzeugklasse und Emissionsklasse ersichtlich sind. Danach folgen wenige persönliche Angaben wie Name, Adresse und Bankverbindung für die spätere Auszahlung. Der gesamte Vorgang lässt sich meist innerhalb von fünf bis zehn Minuten am Smartphone oder Computer erledigen, ganz ohne Papierformulare oder Behördengänge. Nach Einreichung prüft der Anbieter die Unterlagen und meldet die Quote gebündelt mit vielen anderen Fahrzeugen beim Umweltbundesamt an.

Welche Unterlagen werden für den Antrag benötigt?

In den meisten Fällen genügt eine einzige Unterlage: die Zulassungsbescheinigung Teil 1, umgangssprachlich Fahrzeugschein genannt. Wichtig ist, dass darauf die Schlüsselnummer für die Kraftstoffart klar erkennbar 'Elektro' ausweist, da nur dann die Emissionsfreiheit eindeutig nachgewiesen ist. Ein zusätzlicher Nachweis der gefahrenen Kilometer ist bei den meisten Anbietern nicht erforderlich, da die Prämie pauschal und unabhängig von der tatsächlichen Fahrleistung ausgezahlt wird. Wer sein Fahrzeug least oder finanziert, kann die Prämie ebenfalls beantragen, sofern er als Halter im Fahrzeugschein eingetragen ist - der Eigentümer im rechtlichen Sinne muss nicht identisch mit dem Halter sein.

Wovon hängt die Höhe der Auszahlung ab?

Die Höhe der THG-Prämie ist kein fester, staatlich vorgegebener Betrag, sondern ergibt sich aus Angebot und Nachfrage auf dem Zertifikatemarkt für CO2-Quoten. Steigt die Zahl der zugelassenen E-Autos schneller als die Nachfrage der Mineralölkonzerne nach Zertifikaten, sinkt der Marktpreis pro Tonne CO2 und damit auch die individuelle Auszahlung. Umgekehrt kann eine verschärfte gesetzliche Quotenvorgabe die Nachfrage und damit die Prämie kurzfristig steigen lassen. In den vergangenen Jahren schwankte die Auszahlung deshalb spürbar zwischen deutlich unter 200 Euro und teilweise über 400 Euro pro Fahrzeug und Jahr, weshalb sich ein Vergleich der aktuellen Angebote verschiedener Anbieter vor dem Antrag durchaus lohnt.

Bis wann muss die THG-Prämie beantragt werden?

Grundsätzlich lässt sich die Prämie für ein Kalenderjahr rückwirkend bis weit in das folgende Jahr hinein beantragen, häufig sogar bis zum Jahresende oder darüber hinaus, da die Meldefrist beim Umweltbundesamt über mehrere Monate läuft. Wer den Antrag frühzeitig im laufenden Jahr stellt, profitiert allerdings meist von einer schnelleren Auszahlung, da die Anbieter die gesammelten Zertifikate in mehreren Tranchen an das Umweltbundesamt melden und die Auszahlung an die eigene Bearbeitung koppeln. Wer sein Fahrzeug unterjährig zulässt, kann die Prämie anteilig für die verbleibenden Monate des Jahres beantragen, auch wenn das Fahrzeug erst im Dezember zugelassen wurde.

Muss die THG-Prämie versteuert werden?

Für Privatpersonen gilt die THG-Prämie in der Regel als steuerfreie Einnahme, solange das Fahrzeug ausschließlich privat genutzt wird und keine gewerbliche Tätigkeit vorliegt. Anders sieht es bei Firmenwagen oder gewerblich genutzten Fahrzeugen aus: Hier fließt die Prämie häufig als Betriebseinnahme in die Buchhaltung des Unternehmens ein und unterliegt entsprechend der regulären Besteuerung. Wer sich unsicher ist, ob im eigenen Fall eine steuerliche Meldepflicht besteht, sollte im Zweifel Rücksprache mit einem Steuerberater halten, da sich die genaue Einordnung je nach Nutzungsart und Unternehmensform unterscheiden kann.

THG-Prämie für mehrere Fahrzeuge oder ganze Flotten

Unternehmen und Privatpersonen mit mehreren Elektrofahrzeugen können die Prämie für jedes einzelne Fahrzeug separat beantragen, wobei viele Anbieter für Flottenkunden vereinfachte Sammelanträge oder sogar automatisierte Schnittstellen zur Fuhrparkverwaltung anbieten. Gerade für Betriebe mit einer wachsenden E-Flotte kann sich dadurch ein spürbarer zusätzlicher Ertrag summieren, der sich direkt auf die Gesamtbetriebskosten der Elektromobilität auswirkt. Manche Anbieter gewähren bei mehreren Fahrzeugen zusätzliche Rabatte auf ihre Vermittlungsgebühr oder bieten einen persönlichen Ansprechpartner für die Verwaltung größerer Fuhrparks an.

Worauf sollte man bei der Wahl des Anbieters achten?

Der Markt für THG-Quotenhändler ist mittlerweile groß und unübersichtlich, weshalb sich ein genauer Blick vor der Antragstellung lohnt. Seriöse Anbieter verlangen keine Vorabgebühren und zahlen erst nach erfolgreicher Vermittlung der Quote aus, während unseriöse Angebote manchmal versuchen, versteckte Kosten oder lange Bindungsfristen unterzubringen. Ein Vergleich der aktuell angebotenen Auszahlungshöhe zwischen mehreren Anbietern kann sich lohnen, da die Beträge je nach Marktzugang und Geschäftsmodell des jeweiligen Vermittlers spürbar variieren können. Bewertungen anderer Nutzer sowie ein transparenter, leicht verständlicher Auszahlungsprozess sind gute Indikatoren für einen vertrauenswürdigen Partner.

THG-Prämie im Vergleich zu anderen Förderungen für E-Autos

Die THG-Prämie ist eine von mehreren finanziellen Vorteilen, die Halter eines Elektroautos in Deutschland nutzen können, und lässt sich problemlos mit anderen Förderinstrumenten kombinieren. Anders als einmalige Kaufprämien oder steuerliche Vergünstigungen bei der Kfz-Steuer handelt es sich bei der THG-Prämie um eine jährlich wiederkehrende Zahlung, die über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs anfällt und damit langfristig zur Wirtschaftlichkeit der E-Mobilität beiträgt. Zusammen mit niedrigeren Wartungskosten, günstigeren Stromkosten gegenüber Kraftstoff und möglichen regionalen Zuschüssen ergibt sich so ein Gesamtbild, das die laufenden Kosten eines E-Autos gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner spürbar senken kann.

Quellen: Umweltbundesamt (UBA) · Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) · Bundesnetzagentur

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